The distinguished trio on this new release take a big and bold approach, the pianist, Nina Tichman, certainly holding the centre ground around which everything revolves. Her nimble fingers are well able to cope with the generally urgent tempos employed, particularly in the second movement scherzo. I then much enjoy the subtle colours of the strings in the slow movement, and a finale that is full of joy.
David Denton
David's Review Corner, March 2013


Certainly, the performances of the first two works on this disc (Kakadu Variations and Archduke Trio), to my ears, compare very favorably to the legendary Thibaud-Cortot-Casals trio, which is saying much. As I had already praised Kliegel for her extraordinary richness of tone and superb technique, and Tichman for her pearl-like accompaniments on piano, this leaves only Ida Bieler as the one musician in the group I hadn't previously heard. She too has a wonderful combination of elegance and energy, making this perhaps one of the two or three finest piano trios working today.
Lynn René Bayley
Fanfare, July 2013


 

Ein verführerisches Trio
Die Cellistin Maria Kliegel spielt solo und mit Kolleginnen

Die rheinischen Professorinnen Nina Tichman (Klavier), Ida Bieler (Violine) und Maria Kliegel (Violoncello) gehören nicht zu jenen Dozenten, die sich im Unterrichtszimmer verstecken. Sie treten vielmehr mit Lust aufs Podium, daheim und international. Technisch über jeden Zweifel erhaben, können sie sich vor ihren Studenten auch auf CDs hören lassen. Sie zeigen, wofür sich die Mühe lohnt. ... mehr
Kölner Stadt-Anzeiger 15. Oktober 2010


Dieser Schubert glänzte wirklich frisch
Das Klaviertrio Xyrion begeisterte im Rahmen der Kammermusikreihe in St. Veit in Waldenbuch

WALDENBUCH (red). Waldenbuch macht den Musikmetropolen Konkurrenz: Das Xyrion-Trio, das sich am Samstag in St. Veit vorstellte, ist sonst bei den bedeutenden Festivals und auf den großen Bühnen der Welt zu Gast und auch auf dem CD-Markt präsent.…
Das berühmte Ensemble präsentierte berühmte Werke. Mozarts Trio Nr. 6 wurde mit großer Sensibilität entworfen, erlesen wurden die einzelnen Linien gestaltet. Das Trio bildet eine viel stärkere Einheit als etwa Anne-Sophie Mutter mit ihren Kollegen bei ihrem Mozartprojekt. Das Xyrion Trio musiziert in einem Geist und mit einem runden Ton.
Passioniert wurde das zweite Werk gestaltet: Das Klaviertrio op. 63 von Robert Schumann ist durch und durch romantisch, stürmisch drängt es voran. …Das Xyrion Trio gab diesem ersten Satz einen Ton dunkler Leidenschaftlichkeit, entdeckte Nuancen und näherte die Stimmen einander an. Sehr sonor war das Cello an der thematischen Arbeit beteiligt, nicht nur im dritten Satz klang es sehr nobel und individuell. Ähnlich verfeinert leuchtete der Klavierpart. Ida Bieler an der Geige musizierte vor allem intensiv. Das Schumann-Finale war von beherrschter Euphorie geprägt, und dessen Satzbezeichnung "Mit Feuer" konnte über der ganzen Interpretation stehen.
Anschließend sprangen die Interpretinnen 20 Jahre in der Musikgeschichte zurück, um das Programm mit Schuberts B-Dur-Trio D 898 abzurunden. …Das Xyrion Trio formte es aus dem Geist Schumanns: In Waldenbuch erklang es voller schwärmerischer Momente, wobei der energische Anfang nicht geglättet wurde. Im zweiten Satz bewies das Trio größte Klangkultur und Gesanglichkeit, sehr intim kommunizierte man hier, um dann im Scherzo deutlich ruppiger zu agieren. Aber selbst das Eruptive wurde hochmusikalisch dargestellt. Dieser Schubert glänzte wirklich frisch. Dieses Konzert war nach den Auftritten des Verdi Quartetts im November und des Klarinettisten Sebastian Manz im Februar ein weiterer Glanzpunkt in St. Veit. Waldenbuch besitzt die interessanteste, hochkarätigste Kammermusikreihe der Region.

Von Jan Renz
Kreiszeitung Böblinger Bote, Kultur, 20.04.2010




Kammermusik

Dramatische Bilder des Lebens
Von Günter Jeschke, 21.10.09, 17:34h

Das Xyrion-Trio spielte in der Service-Residenz Schloss Bensberg. Die drei Musikerinnen bescherten ihren Zuhörern Hörgenuss aus drei musikalischen Welten.

Bergisch Gladbach
Drei Musikerinnen, drei Instrumente, drei Professorinnen und doch eine Einheit: das Xyrion Trio. Diese xyrion trioKünstlergruppe bescherte in der Matinee „Klangvolle Sonntage“ in der Service-Residenz Schloss Bensberg Hörgenuss aus drei musikalischen Welten. Zuerst mit dem gefühlvollen Stimmungsbild von Franz Schuberts Notturno Es-Dur op. 148 (D 897), dann durch das kontrastreiche Leben in Robert Schumanns Klaviertrio Nr. 1 d-Moll op. 63 und schließlich mit einem Volksmusikfest, dem „Dumky-Trio“, von Antonín Dvorák, Trio für Klavier, Violine und Violoncello e-Moll op. 90.

Mit Engagement, Können und ausstrahlender Spielfreude wurde das Programm von den Musikerinnen dargeboten. Ida Bieler ist Leiterin der Violinklasse an der Robert-Schumann-Hochschule für Musik in Düsseldorf. Dazu kommen zwei Pädagoginnen von der Hochschule für Musik in Köln: Maria Kriegel, die „Cellissima“ mit einem Stradivari-Cello von 1693 und die aus zahlreichen CD-Einspielungen bekannte Nina Tichman am Klavier. Im Mittelpunkt stand das Trio Robert Schumanns, in dem die Interpretinnen vor allem im ersten Satz („Mit Energie und Leidenschaft“) ergreifende, dramatische Bilder des Lebens zeichneten. Während Cello und Geige aggressive Momente setzten, blieben die Klaviertöne im eher Zarten und Verbindlichen. Dabei kam keinem der Instrumente eine dauerhafte Dominanz zu. Ein Stimmungsumschwung erfolgte erst im zweiten Satz, in dem Streicher und Klavier sich in einem Galopp-Thema gegenseitig nachjagten. Das rhythmische Zusammenspiel des Trios begeisterte. Im langsamen dritten Satz herrschte dann wieder Tragik vor, in der das Cello die Führung übernahm. Schließlich brach sich im Finale Lebensfreude im feurigen Tempo Bahn. Mit dieser Darbietung berauschte das Trio das Publikum.

Stimmungsschwankungen
Die Stimmungsschwankungen setzten sich in Dvoráks „Dumky“ fort. Der Wechsel zwischen schwermütig erzählenden, teils lyrisch verträumten Liedern und raschen, zu plötzlichen Tänzen führenden Partien beherrschte die sechs „Gedanken“ - so könnte man den Titel dieses Werkes übersetzen. Das Xyrion-Trio steigerte seine Spielfreude noch einmal, variierte überraschend und dynamisch, verfiel in Wehmut und sprang ins Zigeunerlied zurück, verzauberte mit einem empfindsamen Rezitativ des Cellos in der zweiten Dumka und präsentierte den Einfallsreichtum des Komponisten in allen Sätzen. Das Publikum beklatschte zu Recht die mitreißenden Darbietungen heftig und ausdauernd. Als Zugabe gab es ein eher unbekanntes Stück von Dvorák, das optimistisch klingende Scherzo aus dem Trio Nr. 1 B-Dur.
  



Die Klarheit, mit der Ida Bieler, Maria Kliegel und Nina Tichman „sprechen“, ihr beeindruckender Ordnungssinn sowie ihre unfehlbare Technik und intensive Tonformung vermitteln ein tiefes kammermusikalisches und Werk-Verständnis, das sich in einer durchweg dynamisch und artikulatorisch perfekt ausbalancierten Konversation widerspiegelt. Hinzu kommen außerordentliche Ausdrucksintensität und Gestaltungskraft, Spielwitz und eine flüssige Gesanglichkeit, so dass immer wieder der Eindruck entsteht, als betrete man in den Trios musikalisches Neuland. Mit seinem temperamentvollen und pulsierenden Ensemblespiel jenseits jeglicher Routine geht das Xyrion Trio ein hohes Risiko ein, das aber belohnt wird. Die Wiedergabe des Es-Dur-Trios ist an Vitalität wahrscheinlich nicht zu übertreffen: In forscher Gangart werden die kontrastierenden und konfliktgeladenen Themen des Kopfsatzes wunderbar plastisch modelliert, die gedankenverlorenen Spannungsverläufe des Adagio cantabile fernab eines bloßen Schönklangs empfindsam, aber auch voller Elan nachgezeichnet, das Scherzo und Presto-Finale ungemein gewitzt und impulsiv ausgebreitet – wie prickelnder Champagner eben. Was am meisten fasziniert, ist das Vermögen der wie selbstverständlich gemeinsam atmenden Künstlerinnen, jedem einzelnen Satz sein unverwechselbares Gesicht und seine ganz eigene Stimmung zu verleihen. So auch in der Wiedergabe des G-Dur-Trios, dessen federleicht ausgeführte spielerische Grundhaltung, aber auch das seelenvolle Aussingen der Kantilenen im atmosphärisch dichten Largo con espressione von einer elektrisierenden Frische zeugen, wie man sie nur selten zu hören bekommt.

Bei dieser Beethoven-Deutung stimmt einfach alles. Für mich ganz klar eine Neuaufnahme im Rang einer Referenz-Einspielung.

Christof Jetzschke, Klassik heute  (20.08.2007)



SPIELFREUDE PUR

Das Xyrion Trio setzt die Naxos-Reihe der Beethoven-Trios mit unvermindertem Elan fort. Das Scherzo des 1. Trios aus dem Opus 1 muss man gehört haben, um zu ermessen, wie 'burschikos' und keck die drei Damen gegen etablierte Standards gehen und der Musik eine ungeahnte Frische geben. Das abschließende Presto derselben Sonate (oder jenes des zweiten Trios) steht dem Scherzo in Nichts nach. Die Spielfreude von Nina Tichman, Ida Bieler und Maria Kliegel ist umwerfend! Wenn Sie mal schlechter Laune sind oder müde, dann legen Sie diese CD ein: das ist 'das' Gegenmittel!

Doch auch zu seelenvoll sensibler Hingabe ist das Trio bereit, die langsamen Sätze liefern davon ein faszinierend differenziertes und nuancenreiches Zeugnis voller Sinnlichkeit.

So macht Kammermusik Freude, so erlangt sie eigentlich erst ihren Sinn, denn das Xyrion Trio will gar nichts demonstrieren, uns nicht primär verblüffen, sondern nur teilhaben lassen an der Musik!Remy Franck, pizzicato  Juni 2007


Apoteosis de la música de cámera

Yahí estuvo este trío femenino alemán en uno de los mejores conciertos de la historia del Teatro Auditorio.  No es que no fallaran ni una nota (que no fallaron); no es que tuviera un sonido y afinación perfecto (que lo tenían); no es que se compenetraran a la perfección (que así hacían)...es más que eso. ... Hubo momentos de arte total, de magisterio inigualable, de transmisión tan trascendente que tras el deleito sólo cabía la reflexión. Fue tan bello que quedará en mi memoria para siempre ...

El Día (Cuenca)  Februar, 2007

Es un misterio musical la manera en la que se conjugan las individualidades musicales de la apasionada pianista Nina Tichman, la alegre violinista Ida Bieler y la dulce violonchelista Maria Kliegel, para formar uno de los más sólidos y personales tríos musicales.

(Las grabaciones del Trío Xyrion de los tríos con piano de Beethoven) se consideran una de las referencias absolutas de la música de cámera de Beethoven.  Por ello resulta sorprendente que obras tocadas y estudiadas hasta el detalle más nimio, se interpreten con una frescura y naturalidad tan espontánea que parece que están recreando la obra por primera vez.

El Comercio (Gijon)  (Januar, 2007)


Verglichen mit seinen Streichquartetten, Violin- und Cellosonaten sind Beethovens Klaviertrios nicht wirklich populär, nicht einmal das wirkungsvollste und deswegen bekannteste von ihnen, das „Geisteretrio” Opus 70 Nr. 1.  Dabei war Beethoven der erste Komponist, der das Genre aus den „Niederungen” purer Unterhaltungsmusik herausholte und auf Augenhöhe mit den ambitionierteren Gattungen brachte.  Freilich, die Trios Opus 1 sind noch früher Beethoven, und das „Erzherzog-Trio” Opus 97 hat seine Längen.  Die beiden Trios Opus 70 aus dem Jahr 1808 dagegen halten jeden Vergleich mit Beethovens großen Quartetten aus und bieten gleichzeitig den besten Einstieg in dieses Repertoire.

            Mit eben diesen Werken beginnt die geplannte Gesamtaufnahme des Xyrion Trios, und man kann nur hoffen, daß sie zügig zu Ende gebracht wird. Das nicht allzu breite Angebot wirklich guter Aufnahmen dieser Werke hat aber allein durch die vorliegende Folge bereits bedeutenden Zuwachs erhalten. Nina Tichman, Ida Bieler und Maria Kliegel liefern eine schlichtweg beglückende Interpretation ab.  Sie spüren dem Ausdrucksreichtum der Musik mit kaum gezügelter Leidenschaft nach, verhelfen anderseits allen Nuancen des Notentextes zu ihrem Recht.  Ihr Beethoven vibriert und leuchtget, er lässt einen so schnell nicht mehr los.

            Den ersten Satz des „Geistertrios” nehmen sie mit einem Brio und in einem Tempo, wie man es nicht oft hört.  Und dann natürlich das Largo, dieses ungewöhnliche Stück, das dem Werk seinem Namen gegeben hat: bei den drei Damen geht es geheimnisvoll, aber mehr noch düster-erregt zu - es ist eben ein Schauerstück, das einem durchaus noch Gänsehaut machen kann, wenn es so gespielt wird wie hier. fono forum (2, Februar 2006 von Andreas Friesenhagen)


„Triumph der Speilfreude...eine bis in die Tiefenschichten reichende musikalische Ausdrucksfähigkeit”  Eßlinger Zeitung


„...fuerte intensidad y exaltada poesia...”  Diario de Sevilla


„Sometimes a concert proves so utterly delightful, flawless and illuminating that there is nothing more to say...”  The Dominion Post (New Zealand)


„Ravels Meisterwerk kongenial interpretiert” Bonner Rundschau


„Hier stimmte einfach alles...” Stuttgarter Nachrichten


„...was die drei machen ist phänomenal...da verschmilzt individuelle Klasse wirklich zum Super-Ensemble”  Nordwest Zeitung


„My recording of the month, without a shadow of a doubt. A wonderful disc containing some magnificent playing! A complete set of Beethoven Trios from this source is to be unreservedly welcomed!”   Music Web International


„Thoroughly muscial and full of imaginative touches - the players bring out all the music´s wit and energy...This recording makes me keen to hear them again...”  BBC Music Magazine

Es ist eine reine Freude, sich diese Naxos-CD anzuhören. Drei hochkarätige Musikerinnen, Nina Tichman, Klavier, Ida Bieler, Violine, Maria Kliegel, Cello, stehen für Qualität, Spielfreude und Virtuosität. Und obwohl hier kaum neue Wege gegangen werden und uns dieser Beethoven sehr bekannt vorkommt, verpassen die drei Solistinnen dem Komponisten einen neuen Look. Ausgehend von einer großen Beethoventradition werden Unmittelbarkeit und Spontaneität großgeschrieben. Man folgt den bekannten Linien, verpasst der Struktur allerdings eine Verjüngungskur. So sportlich und mitreißend hat man die Trios wohl schon lange nicht mehr gehört. Und dabei wirken die Interpretationen an keiner Stelle plakativ, sondern in der Ausführung immer ernsthaft und ehrlich. Geschärfte Kontraste, präzise Linienzeichnung, feine dynamische Abstufungen in den schnellen Sätzen wechseln mit subtiler Gestaltungsfähigkeit und weit ausschweifender Melodik in den langsamen Passagen, was natürlich insbesondere in dem wundervollen Largo des Geistertrios hervorragend zur Geltung kommt. Die äußerst dynamisch gespielten Variationen op. 44 sind eine willkommene Zugabe. Wir freuen uns schon auf die nächste CD dieser frischen Gesamteinspielung, der ich ohne zu Zögern Referenzcharakter zugestehe. Pizzicato